Schulterendoprothetik
Die Schulterendoprothetik beinhaltet den künstlichen Ersatz des Schultergelenks. Eine Notwendigkeit zum künstlichen Ersatz des Schultergelenkes besteht bei starkem Gelenkverschleiß, der sogenannten primären Gelenkarthrose (Omarthrose), wie auch bei stark verschobenen Brüchen des Oberarmkopfes und als Folge eines Knochenbruches, der sogenannten posttraumatischen Omarthrose. Auch die Rheumatoide Arthritis ( Gelenkrheuma) der Schulter kann den Gelenkersatz erforderlich machen.
An der Elisabeth- Klinik werden nahezu alle Endoprothesenformen angewendet. Abhängig vom Patientenalter, Arthroseform und Knochenqualität wird ein Oberflächenersatz des Oberarmkopfes ( Schulterkappe), eine Hemiprothese ( Ersatz des gesamten Oberarmkopfes) oder eine Totalendoprothese ( auch die Gelenkpfanne wird ersetzt) implantiert. Die Implantation ist in zementfreier, wie auch in zementierter Technik möglich. Eine Sonderform stellt die sogenannte „Inverse Schulterprothese“ dar, die in der Regel bei älteren Menschen dann implantiert wird, wenn ein Funktionsverlust der Muskulatur nach Ruptur der Rotatorenmanschette besteht. Die Operation dauert in der Regel 60 Minuten und wird über einen Muskel schonenden 10 cm langen Zugang durchgeführt. Meistens muss eine Wunddrainage nicht eingelegt werden.
Die Nachbehandlung beginnt unmittelbar postoperativ durch den Krankengymnasten. Der Gesamtaufenthalt in der Klinik beträgt etwa eine knappe Woche, hiernach wird die krankengymnastische Beübung ambulant fortgeführt. Eine freie aktive Beübung ist nach vier bis sechs Wochen gestattet.





