Sprunggelenksendoprothetik
Wenn der Knorpel des Sprunggelenkes zerstört ist und die Patienten einen starken Gelenkverschleiß im Sprunggelenk entwickelt haben (z. B. nach einer zurückliegenden Sprunggelenksverletzung) besteht die Möglichkeit die Patienten mit entsprechendem Schuhwerk zu versorgen. Ist diese Möglichkeit nicht ausreichend oder wird von dem Patienten nicht gewünscht, bestehen auch operative Alternativen: Entweder die Versteifung des oberen Sprunggelenkes oder die Implantation einer Sprunggelenksprothese. Die Sprunggelenksprothesen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Sie bestehen heutzutage aus drei Komponenten: Eine wird in den Unterschenkelanteil des Sprunggelenkes implantiert, die zweite in das Sprungbein. Dazwischen wird eine mobiler Kunststoffgleitkern eingesetzt. Der Knochenverlust ist bei den modernsten Implantaten sehr gering. Mit den Sprunggelenksprothesen können viele Patienten die Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk erhalten und die bei Versteifungen gefürchteten “Anschlussarthrosen“ der Nachbargelenke vermeiden. Kritisch zu bemerken ist, dass die Erfolgsquote der Sprunggelenks-prothesen aufgrund der Besonderheit des stark belasteten Sprunggelenkes längst nicht so hoch ist wie bei Knie- und Hüftprothesen.





